GetDeb.net ist bereit für Ubuntu 10.04 Lucid Lynx

Dienstag 6th April 2010 · 17 Kommentare

in Entwicklungen,Howto Artikel,Ubuntu

GetDeb.net LogoUbuntu 10.04 Lucid Lynx steht vor der Tür und wird laut Zeitplan am 29.04.2010 veröffentlicht. In Erwartung dieser neuen Ubuntuversion hat GetDeb.net Lucid Lynx aufgenommen und stellt eine passende Repository zur Verfügung.

GetDeb.net ist eine unoffizielle Quelle, die sich zum Ziel gesetzt hat, OpenSource Software für Ubuntu schnell zur Verfügung zu stellen, denn meist dauert es eine ganze Weile, bis die aktuellsten Versionen in der Distribution angekommen sind. Mit GetDeb.net kann man diese zeitliche Kluft schliessen und aktuelle Versionen herunterladen. Es werden fertige deb-Pakete zur Verfügung gestellt und eine APT-Repository.

Um die GetDeb.net Repository für Ubuntu 10.04 Lucid Lynx hinzuzufügen, reicht es aus, die folgenden Zeilen im Terminal aufzurufen:
sudo bash -c "echo 'deb http://archive.getdeb.net/ubuntu lucid-getdeb apps' >> /etc/apt/sources.list"
wget -q -O- http://archive.getdeb.net/getdeb-archive.key | sudo apt-key add -
sudo apt-get update

Mit dem Aufruf wird die Quelle in die Apt sources.list Datei eingetragen und der GetDeb.net Schlüssel hinzugefügt. Anschliessend wird ein Update ausgeführt, um die neue Quelle benutzen zu können.

Noch sind recht wenige Pakete für Lucid verfügbar, was sich jedoch schnell ändert wird, sofern man GetDeb.net kennt.

Dieser Artikel wurde von verfasst 

Blogger, Hobby Fotograf, Early Adopter, Technikmessi, beruflich als IT-Security Consultant unterwegs, sowie seit vielen Jahren Linux Nutzer.

  • http://linxundich.de Christoph

    Wie immer bei Beiträgen zu Getdeb erhebe ich einen mahnenden Zeigefinger. Getdeb stellt über ihre Paketquelle einen bunten Blumenstrauß an Paketen bereit. Fügt ihr diese Quelle eurem System hinzu, so habt ihr keine Kontrolle ob nun ein Paket aus den Ubuntu-Quellen oder über Getdeb installiert wird. Bewusst das eine odere andere Paket aus Getdeb zu installieren ist nur mit aufwändigem Tagging möglich. Ich persönlich rate dringen von Getdeb und von “Werbung” für Getdeb ab.

  • Michl

    Also ich benutze Getdeb bisher immer erfolgreich. Mir ist es aber auch egal woher die Paklete kommen, solange die aktuell sind. Bisher ist mir damit nix passiert und das schon seit den letzten drei Ubuntu Versionen.

  • Kai

    Besser wäre es, wenn die PPA nicht über so einen dirty hack hinzugefügt wird. Wofür gibt es denn das Wiki und den Befehl sudo add-apt-repository bzw. die GUI?
    Es ist sehr gut einsehbar, wo ein Paket herkommt. Wer das nicht will, kann sich über den Browser die einzelnen Pakete auch selbst runterladen:
    http://archive.getdeb.net/getdeb/ubuntu/pool/

  • Christoph

    Die Leser wurden darüber informiert, dass es sich um eine “unoffizielle Quelle” handelt. Die Pakete werden alle vor der Veröffentlichung von uns getestet. Schadsoftware verbreiten wir auch nicht und alle Pakete sind digital signiert, um Manipulation der Pakete durch unsere Mirror-Betreiber zu unterbinden.

    Bitte keine Panikmache gegen uns, sondern konkrete Kritik, welche Programme nicht funktionieren (am besten über unser Kontaktformular, damit alle im Team informiert werden und sich darum kümmern können). Ist wesentlich hilfreicher, als per Google Alert darüber informiert zu werden, wo im Web wieder neue Meldungen über uns erscheinen und dann nachzulesen was den Leuten nicht passt :)

    Einen schönen Tag noch
    Christoph

  • Christoph

    Wir benutzen kein von Canonical zur Verfügung gestelltes PPA wie man es von Launchpad kennt, sondern wir haben unser eigenes Repository erstellt. Nur um Missverständnissen aus dem Weg zu gehen :)

    Was genau siehst du als “dirty-hack” an ?
    Der Befehl add-apt-repository würde das Repository in die /etc/apt/sources.list Datei einfügen, was das entfernen für uns schwieriger machen würde. Auf unsere Weise müssen wir nur eine Datei entfernen. Ein Wiki zu lesen oder die GUI zum Hinzufügen eines Repositories zu bedienen erschien uns für die Benutzer aufwendiger als das Installieren eines Pakets mittels gdebi. Außerdem gibt es ja noch die Installationsanweisung für die manuelle Installation.

    Bitte verlinke nicht direkt zu unserem Archiv, sondern zu unseren Mirrors. Wir wollen nicht, dass der Server schon wieder in die Knie geht :)
    http://mirror.informatik.uni-mannheim.de/pub/mirrors/getdeb/ubuntu/
    http://rsync.labby.co.uk/getdeb/ubuntu/
    http://getdeb.npw.net/getdeb/ubuntu/

  • http://www.konzentrat.org/category/linux/ kyio

    getdeb.net rockt! ich benutztedie seite seid knapp 2 jahren und kann jedem anfänger im linux bereich die seite nur wärmstens empfehlen

  • joede

    Ich kan mich Christop nur anschließen. Auch wenn die Pakete meistens (?) schon “debianisiert” sind, so ist die Art und Weise, mit der alles eingebunden wird, kritisch zu bewerten.
    IMO zeigt backports.org (für Debian) wie es richtig geht. Hier muss ich für jedes (Meta-) Paket eine eigene Repository-Zeile eintragen. Somit bekommt man nur die Pakete, die man auch bei getdeb “bestellt” hat.
    Ein zweites Problem ist, dass die Release-ID nicht dekrementiert wird. Bei backports.org ist es Vorgabe, die Releases der Pakete die zurückportiert werden zu dekrementieren, sodass beim “Dist upgrade” automatisch wieder die Pakete aus der Ditribution benutzt werden.

  • LiveWire

    Warum willst du GetDeb.net gerade Anfängern empfehlen? Sprechen wir von den selben Anfängern? Ich wollte damals auch immer die neuste Gimp Version haben, also habe ich entweder selber Pakete kompiliert oder von GetDeb.net gezogen. Das war aber Übereifer aus meiner Windows Zeit wie ich feststellen konnte.

    Letztendlich sollte es dem Anfänger egal sein auf welchem Stand seine Pakete sind, Hauptsache sein System funktioniert. Erst danach sind distributionseigene Updates interessant. Da sprechen wir immer noch nicht von Angeboten wie GetDeb.net. Deine Aussage erweckt aber den Eindruck dass man als Anfänger unbedingt GetDeb.net nutzen sollte, obwohl man noch nicht mal versteht was ein Paketmanager ist.

    Es sind wohl eher solche Missverständnisse die Angebote wie GetDeb.net ins falsche Licht rücken.

  • http://linuxundich.de Christoph

    > Die Pakete werden alle vor der Veröffentlichung von uns getestet. Schadsoftware verbreiten wir auch nicht und alle Pakete sind digital signiert, um Manipulation der Pakete durch unsere Mirror-Betreiber zu unterbinden.

    Mir geht es weder um Malware, noch um Manipulationen. Mir geht es rein um die Konsistenz des Systems und mögliche Seiteneffekte durch das Einspielen von Paketen aus getdeb.net. Konstruktive Kritik wurde bereits oft geleistet, siehe bspw. hier. Angeblich wurde jedoch nicht reagiert. Warum gibt es die .deb Pakete nicht mehr als Download auf der Homepage? Warum geht ihr NUR noch den Weg über die Paketquelle? Dieses Thema schlug bei euch schon sicherlich nicht das erste mal auf. Ich persönlich würde nie Paketquellen empfehlen, die mehr als nur ein Programm enthalten, und wenn dann nur mit einer DICKEN Warnung. Ihr könnt gar nicht alle möglich Seiteneffekte abprüfen.

    > am besten über unser Kontaktformular, damit alle im Team informiert werden und sich darum kümmern können

    Da hast du Recht, HIER ist nicht der Platz darüber zu diskutieren, das möchte ich auch gar nicht. Gibts keine Mailingliste?

  • Christoph

    > Ihr könnt gar nicht alle möglichen Seiteneffekte abprüfen.
    Seiteneffekte gibt es vor allem, wenn man Systembibliotheken aktualisiert, da sich Bugs in diesen auch auf die Applikationen auswirken, die sie benutzen. Deshalb verbieten unsere Richtlinien, dass in GetDeb/PlayDeb Systembibliotheken aktualisiert werden. Falls eine Applikation eine neuere Version einer Bilbiothek benötigt, dann wird mit dem Paketbau gewartet, bis diese in den offiziellen Ubuntu-Repositories verfügbar ist. Wir können selbstverständlich nicht alles testen (wie in den offiziellen Repositories auch nicht), aber wenn Benutzer Fehler finden, dann bieten wir die Möglichkeit uns zu konkaktieren (entweder per Kontaktformular, Launchpad, IRC, eMail etc.), damit wir uns schnell darum kümmern können.

    > Gibts keine Mailingliste?
    https://launchpad.net/~getdeb-collaboration

  • Kai

    Geil, es gibt Mirrors!
    Vielen Dank!

    Diese Befehle oben aus dem Artikel fügen es auch in /etc/apt/sources.list ein, doch sie sind nicht so schön wie add-apt-repository:
    sudo bash -c “echo ‘deb http://archive.getdeb.net/ubuntu lucid-getdeb apps’ >> /etc/apt/sources.list”
    wget -q -O- http://archive.getdeb.net/getdeb-archive.key | sudo apt-key add -
    sudo apt-get update

    Ich hab nichts gegen das Installations-Debarchiv gesagt, das ist toll. Gibts auch irgendwann mal builds für ARMEL v4? Und eine neue Version von GoOllie :) ?
    Grüße!

  • DIDIOpladen

    Ich selber habe mit Ubtunu 9.10 arge Probleme mit GetDeb.net gehabt, so hatte ich zwar die neuste Version von Pidgin, die aber nur mit Yahoo verbinden konnte (ICQ,AIM,MSN vielen immer durch) und das 2 Wochen lang, trotz 2x Update – darauf hin hatte ich GetDeb.net gekickt und aus den Ubuntu-QUellen installiert und schon ging wieder alles!

    Fazit: Nicht immer nur alles auf dem neusten Stand haben zu wollen ist geil – sonder es sollte auch funktionieren ;-)

  • Christoph

    Was wir in Solchen Fällen brauchen ist Feeback !
    Ich habe leider keine Glaskugel, die mich darüber informiert, dass sich jemand zwei Wochen lang ärgert, dass Pidgin nicht mehr funktioniert :)

    Zumindest scheint der Fehler nicht bei allen Benutzern aufgetreten zu sein, denn das hätte sich in meinem Posteingang bemerkbar gemacht.

  • Christoph

    Aber die Zeile soll ja gerade nicht in die sources.list eingetragen werden…. Wie dem auch sei. Hauptsache es funktioniert :)

    Unterstützung für ARMEL ist nicht geplant.
    Um GoOllie werde ich mich kümmern:
    https://bugs.launchpad.net/getdeb.net/+bug/557165

  • Kai

    Tut mir leid, dass ich das hierüber schreibe und den Blog missbrauche…

    Also GoOllie klappt bei mir natürlich auch, wenn ich die Jaunty-Pakete mitinstalliere.
    Ich erinnere mich, dass für Enemy Territory die libc-Version-5 in 32-Bit nicht direkt installiert wurde, gilt auch für 64-Bit-Systeme, da fehlte auch die 32-Bit-Lib:
    # Folgender Befehl bringt die Ausgabe: libstdc++.so.5 => not found
    ldd /usr/share/games/enemy-territory/ui.mp.i386.so
    # bzw. bei Installation des Mods True Combat Elite
    ldd /usr/share/games/enemy-territory/tcetest/ui.mp.i386.so
    # Der Direktlink wird benötigt, da die Version 5 nicht mehr im Karmic Repository ist
    sudo getlibs -w http://ftp.osuosl.org/pub/ubuntu/pool/universe/g/gcc-3.3/libstdc++5_3.3.6-17ubuntu1_i386.deb

    Hier zeigt sich das Problem, dass also doch eine System-Lib mitgezogen werden müsste, wie würde das sicher gelöst werden?
    Grüße,
    Kai

  • Christoph

    @Kai:
    Wir haben versucht die alte gcc Version für karmic zu kompilieren, um dann davon die Pakete zu übernehmen. Das ist allerdings gescheitert.

    Spiele, die diese alten Bibliotheken benötigen, werden von uns deshalb nicht mehr unterstützt und nicht in das neue (lucid) Repository übernommen. Falls dennoch Interesse besteht, weisen wir auf die Pakete für jaunty hin.
    Da die genannten Spiele leider nicht open-source sind, können wir sie auch nicht gegen die neuen Bibliotheken kompilieren.

  • http://www.Vampyregames.de Thomas

    Also ich habe noch nie Probleme mit GetDebNet gehabt und bin total zufrieden. Ich lese hier gerade das erste mal was negatives darüber und kann die ganze Panikmache nicht verstehen.
    Mal ehrlich, wer unter Ubuntu und co. nur die offiziellen Paketquellen nutzt, verpasst eh die hälfte und wer keine Ahung hat, solls halt lassen.
    Es kann immer mal Passieren, das ein BS instabil wird, sobald man sich aus seinem schneckenhaus wagt, aber das gehört einfach dazu und Getdebnet hat dahingehen echt nur sehr selten für Probleme gesorgt.
    Was ich hier lese, ist zum Grössten teil geschimpfe gegen dinge die Passieren KÖNNTEN. Als um ungelegte Eier zu Palavern is echt sinnfrei.

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