Skobbler für Android veröffentlicht

Skobbler Navigation für Android

Skobbler Navigation für Android

Skobbler, ein weiterer Vertreter der Gruppe freie Navigationssoftware für Smartphones, ist ab sofort für Android verfügbar. Diese Veröffentlichung haben wir zum Anlass genommen einen kurzen Blick auf den Neuling zu werfen.

Skobbler (QR-Code in der Sidebar) gibt es schon eine Weile, zumindest für iPhone Geräte, die schon vor langer Zeit angekündigte Android Version hatte sich mehrfach nach hinten verschoben. Skobbler besteht aus ehemaligen Navigon Mitarbeitern und wurde 2008 gegründet, mit dabei der ehemalige Navigon CEO Peter Scheufen, der Navigon beinahe 10 Jahre lang leitete.

Die Software lehnt sich optisch an Navigon an, vor allem in der Kartenansicht, kommt jedoch nicht mit NAVTEQ Kartenmaterial, sondern setzt auf die Daten des OpenStreetMap Projektes.

Skobbler bietet alle Funktionen, die man von einem angestammten Vertretern dieser Zunft erwartet, Zielsuche, Navigation und POIs im Umkreis können angezeigt werden. Die Eingabe der Zieladresse bietet leider keine Logikprüfung, man gibt also zuerst seine Daten vollständig ein und sucht anschliessend nach dem Ziel, andere Systeme schränken schon während der Suche die Möglichkeiten ein, das beschleunigt die Zielfindung doch spürbar.

Skobbler Android POI Umkreissuche

Skobbler Android POI Umkreissuche

Die POI Umkreissuche funktioniert tadellos und gibt viele Ergebnisse zurück, deren Details sich näher betrachten lassen, stehen dort Adressen, Webseiten oder Telefonnummern zur Verfügung, kann man direkt aus dieser Ansicht auf verschiedene Funktionen zugreifen und direkt zum Ziel navigiert werden, anrufen oder die Webseite anschauen. Bewertungen, Infos oder Bilder zur den POIs kann man über die App leider nicht anlegen, hierzu muss man sich auf der Skobbler Webseite anmelden und kann anschliessend die Ziele dort bearbeiten, über die App wäre es jedoch um einiges schöner.

Skobbler kann ohne Account genutzt werden, hierzu einfach beim Applikationsstart “Überspringen” drücken. Während Datenübertragungspausen wird Werbung eingeblendet, hier erscheint es hin und wieder so, als würden diese Pausen absichtlich länger dauern, aber dafür steht die App kostenlos über den Android Market zur Verfügung.

Die Navigation erfolgt in einer “gekippten” 2D-Ansicht, die ein 3D-Gefühl vermitteln soll. Die Ansagen kommen klar und rechtzeitig, hier gibt es nichts zu beanstanden. Das Kartenmaterial wird online vom Server geladen, die Routenberechnung erfolgt angenehm schnell (getestet auf einem Motorola Milestone).

Wie sich Skobbler neben den kommerziellen Anwendungen und der frisch gestarteten Google Maps Navigation schlagen wird, darf durchaus mit Spannung erwartet werden.

Wie steht ihr zu Skobbler, Google Maps Navigation und Navigation unter Android im Allgemeinen? Teilt uns eure Meinung in den Kommentaren mit!

Comments on this entry are closed.

  • http://disfunctions.de matthias

    Ich suche ja immer noch ein System was ohne Internetverbindung aus kommt und auch kostenlos bzw. Open Source ist. Bisher habe ich da nichts vernünftiges gefunden, jemand Tipps?

    • Luecke Stefan

      Ich nutze seit einiger Zeit Navdroyd. Zur Zeit das Beste Offline Navi. Schnell und einfach. zeigt alles auf einem Blick an. Bin sehr zufrieden.

    • Luecke Stefan

      Ich nutze seit einiger Zeit Navdroyd. Zur Zeit das Beste Offline Navi. Schnell und einfach. zeigt alles auf einem Blick an. Bin sehr zufrieden.

  • http://www.tagesgeldblog.com Nils

    Ich ebenfalls. Spanien würde mir da schon reichen. Ist bekannt, ob bei Skobbler so eine Funktion in Planung ist, dass man sich ausgewähltes Kartenmaterial optional auch herunterladen kann?

  • Carsten

    Nicht ganz kostenlos, aber mit 5 Euro recht günstig ist “Navdroyd” (http://www.navdroyd.com/).
    Basiert wie Skobbler auf OpenStreet-Map erlaubt aber eine Offline-Naviagtion. (Karten werden vorher über WLAN runtergeladen.).

    Für Skobbler ist wohl auch noch einen Offline-Version geplant. (Derzeit Herbst 2010)

  • http://www.tagesgeldblog.com Nils

    Ich wäre prinzipiell zwar schon bereit ein klein wenig dafür zu zahlen, allerdings schnitt Navdroyd in diversen Praxistests nicht so gut ab. Und vor allem wenn ich im Ausland bin, will ich mich auf das Navi einfach zu 100% verlassen können.