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Testbericht: Eine Woche mit dem Samsung Galaxy S
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Testbericht: Eine Woche mit dem Samsung Galaxy S

Samsung Galaxy S

Samsung Galaxy S

Eine Woche ist vergangen, Zeit den ersten Eindruck zum Samsung Galaxy S in Worte zu fassen, welches freundlicherweise von Flexibles Büro und O2 Business zum Testen zur Verfügung gestellt wurde.

Das Galaxy S stellt aktuell das Spitzenmodell aus dem Hause Samsung dar. Ob es den Businessansprüchen gerecht werden kann zeigt die Verwendung im Alltag. Das Galaxy S musste nun eine Woche Alltagsbetrieb über sich ergehen lassen, soll heissen, viele Mails empfangen, lange Telefonate und viele Zeilen Kommandos über SSH Verbindungen entgegennehmen.

Display: Das meistbeworbene Feature des Gerätes stellt sicherlich der 4 Zoll grosse kapazitive Super AMOLED Touchscreen dar, welcher eine Auflösung von 480×800 Pixeln auf das gut ablesbare Display zaubert. Die Farbdarstellung ist über jeden Zweifel erhaben und lässt das danebenliegende Motorola Milestone durchaus blass erscheinen, dabei verfügt dieses über ein sehr gutes Display. Texte sind im Vergleich zum Milestone nicht ganz so gestochen Scharf, da die Pixeldichte aufgrund von geringerer Auflösung und grösserer Fläche nicht ganz so hoch ist. Die Farben sind überaus kräftig, Weiss- und Grautöne tendieren leicht ins Bläuliche, ohne störend zu wirken.

Chipsatz und Speicher: Der eingesetzte Prozessor ist mit 1 GHz Taktfrequenz versehen und kommt von Samsung, man sagt ihm nach er sei das Schwestermodell des im iPhone 4 und iPad verwendeten A4. Prozessors. Eine im Chip verbaute GPU sorgt für satte Leistung bei grafischen Anwendungen, die von der GPU Gebrauch machen können. Mit 512 MB Ram ausgestattet ist das Galaxy S in der Lage viele Prozesse parallel zu bedienen, ohne diese aufgrund von Speichermangel kurzfristig beenden zu müssen. Der interne Speicher umfasst 8 GB, von denen 2 GB für die Installation von Apps zur Verfügung stehen. Das Samsung Galaxy S funkt als Quadbandgerät in GMS Netzen (850, 900, 1800, 1900) und UMTS (900, 1900, 2100), HSDPA bis 7,2 Mbps, sowie HSUPA.

Sonstiges: Das Gerät misst 122 x 64 x 9,9 mm bei gerade einmal 119 Gramm, im Vergleich zum Milestone schon beinahe ein Leichtgewicht. Trotz erster Berfürchtungen fühlt sich das Gerät gut an, ist einwandfrei verarbeitet und liegt sehr gut in der Hand. Der viel besprochene Akkudeckel lässt definitiv zu wünschen übrig, dem Normalbenutzer wird es egal sein, nach Einlegen von Akku, der 1500 mAh Leistung bringt, sowie SIM-Karte wird dieser tendenziell selten erneut geöffnet, ausser man erweitert den Speicher mittels Micro-SD Karte um bis zu 32 GB. Der Akkudeckel schliesst sehr gut, lässt allerdings Stabilität und einen Schiebemechanismus vermissen. Die an der rechten Seite angebrachte Entsperr- und An/Aus Taste liegt für einige Benutzer sicherlich ungünstig, vermeidet jedoch ungewollte Auslösungen im Querformat, wie beim Milestone. Auf eine dedizierte Kamerataste, sowie Suchtaste verzichtet Samsung hingegen völlig, ein D-Pad sucht man genaus vergeblich. Parallel wurde an einem Blitz, für die eingebaute 5 Megapixel Kamera, gespart, sehr schade und in dieser Geräteklasse nicht zu verstehen. Unter dem Display befinden sich zwei Touchtasten für Menü und Zurück, sowie eine physische Taste als Homebutton. Der Lieferumfang ist der Konkurrenz identisch, neben Netzteil und dediziertem USB Kabel erhält man In-Ear Kopfhörer, eine Tasche wie zum Samsung Galaxy I7500 gibt es nicht mehr.

Neben diesen Eindrücken ist mir der Wegfall einer Benachrichtigungs LED schmerzlich bewusst geworden, gerade im Arbeitsalltag, wenn man sein Telefon lautlos und ohne Vibration betreibt, ist es durchaus von Vorteil über neue Nachrichten optisch aufmerksam gemacht zu werden, mit dem Samsung Galaxy S trainiert man sich das permanente Display Anschalten wieder an, das man dank des Milestones verlernt hatte.

Auf die Details der Software und Samsungs TouchWiz Anpassungen werde ich im nächsten Testbericht eingehen, aus diesem Grunde werden ein paar Eindrücke nicht im Details beschrieben sein, wie vor allem die “Denkpausen” des Gerätes, die es sich trotz schnellem Prozessor häufiger leistet und die gerade immer dann auftreten, wenn man das Gerät gerade dringend benötigt, weil man “schnell” etwas machen möchte. Hier fühlt es sich überfordert, was leider im internen Speicher des Galaxy S begründet liegt, aber dazu im nächsten Test mehr. Ob man Freund von Herstelleranpassungen ist, was die Andriodoberfläche angeht, oder nicht, ist mit dem Galaxy S eigentlich egal, der zum TouchWiz-Ersatz installierte Launcher Pro läuft problemlos, hier kann man ganz nach seinen eigenen Vorlieben handeln.

Auf umfangreiche Appinstallationen wurde in der ersten Woche völlig verzichtet um Aussagen zur Akkulaufzeit und Systemverhalten nicht durch eventuelle Appunpässlichkeiten zu vertrüben. In dieser nahezu jungfräulichen Systemumgebung hält der Akku von Start weg länger als der des Milestones und schafft es trotzt regelmässiger Mailsynchronisation per IMAP Push, rund 3 Stunden Telefonieren, Websurfen sowohl über WLan als auch 3G, ganz entspannt über 24 Stunden. Aussagekräftige Bermerkungen zum Akku werden ebenfalls in einem der nächsten Testberichte folgen, sowhl Nutzung als auch Akkuleistung werden sich zu späterer Zeit normalisiert haben, so dass man Angaben zur Laufzeit machen kann, die keine Momentaufnahmen sind.

Bisher tue ich mir mit einem Zwischenfazit schwer und verzichte aus eben diesem Grunde darauf, natürlich weiss das Super AMOLED Display zu begeistern, Dinge wie Benachrichtigungs LED und Hardwaretastatur, im Vergleich zum Motorola Milestone, schmälern den ansonsten positiven Eindruck bisher, gerade im täglichen Arbeitseinsatz nicht zu unterschätzende Begleiter.

Der nächste Testbericht wird sich detailierter mit der Software, Samsung vorinstallierten Programmen, der Kamera (Bild und Film im Vergleich zu anderen Geräten), sowie den Möglichkeiten beschäftigen. Nach diesem zweiten Bericht werde ich mich verstärkt auf Tests und Tips für das Businessumfeld konzentrieren und meine Arbeitsalltagbegleiter (Softwarelösungen) vorstellen.

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  • http://smartphoneblogging.com shahpur

    Danke für den Hinweis dass die texte auf lcd smartphone wie dem milestone schärfer sind. Diese Info wird bei vielen Reviews unter den Tisch fallen gelassen. Die AMOLEDS von Samsung nutzen alle die pentile Matrix was zu unscharfen Text führt.

  • Herr J.

    @shapur
    Im normalen Arbeitseinsatz fällt dir gar nicht auf dass die Amoleds die pentile Matrix nutzen, dies merkst du erst wenn du das Handy 2-Hand-breit vor dein Gesicht hällst und auf die Ränder der Buchstaben achtest, diese wirken dann ein klein wenig körnig.
    Selbst in minimalster Zoomstufe im Web kann man die Schrift noch problemlos lesen.

    Übrigens hat die pentile Matrix einen sehr angenehmen Nebeneffekt:
    Sie bewirkt das die Videos schärfer aussehen als die Pixelanzahl vermuten lässt.

    Nebenbei sind die hier genannten Nachteile keine ernstzunehmenden, Swype funktioniert schneller und besser als jede Hardwaretastatur und für die Benachrichtigungs LED gibt es extra eine App die einen Punkt des Displays aufleuchten lässt (im ausgeschalteten Zustand).

    • http://www.nodch.de nodch

      Im normalen Schreibbetrieb funktioniert Swype durchaus gut, da ich jedoch, wie im Test erwähnt, viel über SSH mache, ist eine Hardwaretastatur aufgrund vieler Sonderzeichen nicht zu schlagen, da kommt auch Swype nicht an die Arbeitsgeschwindigkeit heran, mit der ich auf dem Milestone unterwegs bin.

      Hast du einen Link zu einer solchen Benachrichtigungsapp, das wäre nett?

  • Andrei

    Danke für den Testbericht. Ich benutze das Gerät (I9000XXJF3) seit wenigen Tagen und habe mich bisher nur mit einem, für mich relativ kritischen Problem konfrontiert. Die Qualität der Tonaufnahme (z.B bei Sprachmemo, oder anderen Apps die das Smartphone als Diktiergerät benutzen lassen) ist einfach miserabel. Es hört sich so an, als wäre das Mikro zu empfindlich eingestellt. Das lässt sich vermutlich über das “Secret-Menu” ändern, ich hab aber nicht die richtige Stelle erwischt.

    Die Tonqualität beim Telefonieren und bei Videoaufnahmen ist gut, das ist also kein Hardwarefehler, was schon mal beruhigt.

    Ich befürchte, dass ich dasselbe Problem bei VoIP bekomme, hab das aber noch nicht ausprobiert.

  • http://www.softxperience.mobi Marcus

    Also hat Samsung beim Galaxy S leider nicht viel aus den Fehlern / Problemen beim Galaxy gelernt? Traurig…

    Was ist so schlimm / schwierig / schwer daran, eine Benachrichtigungs-LED einzubauen? Und @Herr J.: ich weiß nicht genau, welche technischen Tricks (ggf. NDK?) die App nutzt, aber “ausgeschaltet” und “Punkt auf dem Display” widerspricht sich (zumindest im normalen SDK) eigentlich. Entweder hält die App das Handy und sogar das Display eingeschaltet (das ist der 2. höchste WakeLock), um diesen Punkt anzuzeigen, oder es geht nicht. Der Stromverbrauch mag sich nicht bemerkbar machen, gedacht ist es so aber definitiv nicht. Weil Dein Telefon dann nie “schlafen” geht, so lange der Punkt sichtbar ist.

    Und Swype ist glaube ich auch Geschmackssache… ich mag dieses “schieben” auf der Tastatur z.B. gar nicht. Wenn die Finger mal etwas feucht sind und nicht so gut rutschen, ist das einfach nur nervig (ich habe ein paar Swype-ähnliche Keyboards getestet) und bin derzeit mit dem SmartKeyboard Pro sehr zufrieden. Mit Hardware-Keyboard ist das trotzdem nicht zu vergleichen. Sowohl vom haptischen Feedback, als halt auch wie bei Dingen wie nodch schon sagte wie SSH oder ähnliches.

  • http://www.kirre.de Viola

    Danke für den ausführlichen Bericht. Vor allem Kleinigkeiten, die im Alltag doch sehr wichtig sind wurden hier angesprochen und sind sicherlich eine Hilfe bei der Kaufentscheidung.
    Grüße, Viola.

  • Steff

    Ich benutze das Galaxy S seit 2 Wochen geschäftlich. Für mich fehlt ebenfalls eine Benachrichtigungs-LED. Weiter kann ich eine über Exchange empfangene Besprechungsanfrage nicht beantworten, d.h. die wird nur als normale Mail angezeigt. Mich würde Erfahrungen betreffend GPS interessieren. MyTrack und die Navigation von Google Map ist auf meinem Gerät praktisch unbrauchbar, da ständig die Satellitenverbindung verlohren geht obwohl mein 2. Handy keinen Problem mit dem GPS Empfang hat. Interessant ist dass Skobbler aber vernünftig funktiniert und somit das Problem vermutlich nicht bei der Hardware liegt.
    Ansonst ist es das beste Gerät dass ich je hatte und das waren doch schon einige Palm resp. Windows Mobile basierte Smartphones.