GEZ und Technik

Die Abzocke von Benutzern, die einen internetfähigen Computer besitzen, steht vor der Tür, nur frage ich mich, gibt es Wege, diese Abzocke umgehen?

Bei den Fernsehern war es bisher so, dass man keine GEZ Gebühr zu entrichten hat, wenn diese nicht in der Lage waren, das Fernsehprogramm zu empfangen, sprich man das Empfangsteil ausgebaut hatte. Somit war die Pflicht erfüllt.
Wie ist es nun in Firmen, die mittels ihrer Gatewaysicherung, durch Firewalls und Contentfilter, den „Empfang“ von Streams und Ähnlichen ohnehin unterbunden haben, also nicht in der Lage sind, die angepriesenen Streams der Öffentlich-Rechtlichen, geschweige denn frei Verfügbare, zu nutzen?
Wahrscheinlich mag man argumentieren, dass über die Streamingangebote hinaus, weitere Informationsdienste auf den Seiten der Sender zu erhalten sind.
Ich hätte dann gerne eine Liste der, zum Verbund der ÖR gehörenden, Internetangebote, damit ich im Contentfilter diese Domains sperren kann. Somit ist den Nutzern, im Unternehmensnetzwerk, das „Empfangsteil“ genommen. Schliesslich sind sie ohnehin dazu verpflichtet zu Arbeiten und sollen nicht surfen, schon gar nicht auf den kostenpflichtigen Seiten, denn nichts anderes sind ja eben diese Seiten der ÖR in Zukunft.
Welche Firma erlaubt schon die Nutzung von kostenpflichtigen Seiten, vor allem während der Arbeitszeit? Da könnte man den Mitarbeitern gleich erlauben Pornoseiten, auf Firmenkosten, zu abonieren, kommt ja aufs Selbe raus.

Wie verhält es sich nun also rechtlich hierbei?
Es gibt da zwei Ansätze, einen technischen und eben Jenen, der GEZ:
Technisch gesehen haben Benutzer, hinter einem entsprechend konfigurierten Gatewaysystem, keine Möglichkeit auf den Inhalt der ÖR-Onlineangebote zuzugreifen, weiterhin wäre es möglich, eine lückenlose Beweislage zu schaffen, dass dieser Filter, zu jeder Zeit, in Kraft gewesen ist, sollte mal jemand nachfragen.
Der GEZ hingegen reicht es aus, dass die Möglichkeit besteht, diesen Filter ausser Kraft zu setzen. Da ist es egal, ob man nachweisen kann, dass dem nicht so gewesen ist.

Es bleibt also nur eine Möglichkeit, wie schon bei den Fernsehern, das echte Empfangsteile zu entfernen, in diesem Fall, denn so geliebten Internetzugang.

Ben Peter

Blogger, Hobbyfotograf, Early Adopter, Technikmessi, beruflich als IT-Security Consultant unterwegs, sowie seit vielen Jahren Linux Nutzer.

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