Samsung Galaxy Nexus – Was vom Feste übrig bleibt

Ab vergangenen Samstag konnte ich das kommende Samsung Galaxy Nexus genauer betrachten und viele eurer Fragen beantworten, diesen Artikel möchte ich nun als Abschlussbericht nutzen und darstellen welche Erfahrungen ich mit dem Gerät und vor allem der Berichterstattung an sich sammeln durfte.

Galaxy Nexus Grössenvergleich

Ideenpool Google+ Hangout:

Beginnen wir vorne, dass das Galaxy Nexus auf grosses Interesse stossen würde war mir natürlich bewusst, daher habe ich überlegt, wie man einen solchen Bericht am besten aufziehen könnte. Ich habe mich schnell dazu entschlossen den Bericht so offen und interaktiv wie möglich zu gestalten, wieviel Zeit das in Anspruch nehmen würde, war mir zuvor aber definitiv nicht bekannt. Samstag Nachmittag konnte ich das Gerät abholen und habe, kaum zu Hause angekommen, schnell ein erstes Video dazu gedreht, dieses gerendert und online gestellt, Hand in Hand mit ein paar Bildern vom Gerät. Damit war der Artikel gestartet und erstes Feedback liess nicht lange auf sich warten. Bevor es an weitere Videos ging, habe ich einen Google Hangout gestartet, als Möglichkeit das Gerät einigen interessierten Lesern live vorzustellen. Es war mein erster Hangout, sicherlich fehlte diesem noch einiges an Struktur, aber er kam gut an, vor allem zeigte er, anhand der gestellten Fragen, was ihr zum Gerät tatsächlich wissen und sehen wollt.

Ein paar Screenshots zu Ice Cream Sandwich und zwei Videos später war der Tag auch schon fast vorbei und ich konnte mir Gedanken machen, was ich am nächsten Tage testen würde und dass ein zweiter Hangout eine gute Idee wäre. Der restliche Samstag Abend ging fast vollständig dafür drauf, dass ich an allen Ecken und Enden versuchte, so schnell wie möglich auf Fragen und Kommentare zu reagieren, hier zeigte sich schnell, wie dezentral ein solcher Bericht und vor allem die Kommunikationskanäle werden. Neben Kommentaren direkt im Blogbeitrag weitete es sich schnell auf Google+, YouTube und diverse Foren aus. Ich habe mir schon zu diesem Zeitpunkt eine zweite Person gewünscht, die das Gerät selbst in der Hand hatte und mich bei der Beantwortung aller Fragen hätte unterstützen können.

Der Sonntag Vormittag stand weiterhin im Zeichen der Kommunikation, nebenbei versuchte ich so gut wie möglich weitere Videos zu schneiden und online zu bringen. Später begab ich mich vor die Tür, um das Galaxy Nexus in Hinsicht Kamera, GPS und Display zu testen, bei strahlendem Sonnenschein ein angenehmes Unterfangen. Kaum zurück, stand der nächste Hangout an, hier war ich mir der riesigen Resonanz erstmals wirklich bewusst, denn ab Sonntag machte der Artikel schnell im Internet seine Runde, die ersten Videos waren an zig Stellen eingebunden, so kam es auch, dass der Hangout binnen kürzester Zeit bereits dicht war und weitere Interessenten nicht teilnehmen konnten. Dieser zweite Hangout war sehr konstruktiv und warf sehr viele interessante Fragen auf, die ich so gut wie möglich zu beantworten suchte. Wie schon nach dem ersten Hangout, war mir auch nach dem zweiten bewusst, welche restlichen Dinge nun in Videoform festgehalten werden sollten. Vielen Dank für die Teilnehmer des Hangouts!

Galaxy Nexus Kamera

Kleine LED, grosse Wirkung:

Das Video, zu einer der am häufigsten angefragten Hardwarefunktion des Galaxy Nexus, der Benachrichtigungs-LED, hab ich schnell zwischendrin online gestellt, damit dieses Thema vom Tisch ist. Gerade dieses Video ist das am meisten aufgerufene Video in unserem YouTube Kanal, das hätte ich beim besten Willen nicht erwartet. Hätte man mich vorher gefragt, dann hätte ich auf ein Video zur Hardware, oder zu Ice Cream Sandwich getippt, aber nicht auf einen 30-Sekünder, in dem eine LED zweimal blinkt und mittlerweile weit über 40000 Views erzielt! 😉

Kaufempfehlung oder Mittelmaß:

Nach all den Informationen, die es über das Gerät und seine Funktionen gab, wurde natürlich häufig danach gefragt, ob man das Gerät empfehlen würde. Ich habe immer versucht so offen wie möglich zu kommunizieren, auch wenn es ganz klar eine subjektive Meinung ist.

Das Galaxy Nexus ist ein rundum stimmiges Gerät – Mittelmaß der Spitzenklasse. Was das heissen soll, will ich kurz erklären. Es gibt ganz klar schnellere Prozessoren auf dem Markt, in vorhandenen und angekündigten Geräten. Gerade wenn man sich den Grafikprozessor anschaut wird dieses Bild nochmals verstärkt. Selbst ein 720p Display ist nichts Neues, Samsung hat mit dem Note bereits selbst vorgelegt. Was macht das Galaxy Nexus also aus. Für mich ist es nicht das Display, oder Ice Cream Sandwich, denn beides werden wir in den Zukunft häufiger und von einigen Herstellern sehen, auch die Prozessoren und GPU werden dem Galaxy Nexus überlegen sein. Das Gerät ist allerdings sehr gut verarbeitet und fühlt sich mit dem ersten Anfassen vertraut an, klar macht Android 4.0 auf dem Galaxy Nexus Spass, aber das wird es bald auch auf Geräten von Motorola, LG, HTC und weiteren zu sehen geben. Viel ist über die Fragmentierung im Bereich der Androidversionen gesprochen worden, daher ist diese, wie bei den vorangegangenen Nexus Geräten, für mich der entscheidende Punkt:

Die Updates kommen direkt OTA (Over the Air, also per Update ohne zusätzlich notwendige Software) auf das Gerät und vor allem durch Google selbst. Keine andere Produktreihe wurde bisher so schnell und zuverlässig mit Updates versorgt, auch wenn man sich zu Absichtserklärungen und halbseidenen Zusagen hat hinreissen lassen – kein Hersteller war bisher in der Lage seine Geräte ähnlich zu versorgen und einen Softwaresupport für Kunden zu bieten, die nicht alle 6-12 Monate ein neues Smartphone kaufen wollten.

Nodch.de Google+ Page (Klick auf das Bild führt direkt zur Seite auf Google+)

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…und die Moral von der Geschicht‘:

Für mich ist das Galaxy Nexus auf alle Fälle ein Gerät, was ich haben will, denn die Erfahrungen, die ich abseits der Nexus Reihe bisher machen konnte, soll heissen: Samsung Galaxy -> Motorola Milestone -> Samsung Galaxy S -> Xperia Play, um die Geräte zu nennen, die ich selbst besessen und länger genutzt habe zu nennen (Testgeräte lasse ich mal aussen vor), haben mich bisher immer nach anderen Wegen suchen lassen, zeitnah an Updates zu kommen und führten zu 100% der Fällen auf die Schiene Custom ROM. War eigentlich kein Problem, aber es kostet tatsächlich mehr Zeit, als man hat und verknappt diese in anderen Bereichen, in denen man sie gut gebrauchen könnte.

Da das Xperia Play mein aktuelles Smartphone ist, ist ein Wechsel natürlich durchaus gross, da vergisst man die nicht hochgezüchtete Hardwareausstattung, denn das Gesamtpaket des Galaxy Nexus stimmt einfach. Hätte ich nun ein HTC Sensation oder Samsung Galaxy S2, ich würde nicht wechseln, sind wir ganz ehrlich: Geld hat niemand zu verschenken und die Vorteile sind so gering, dass man es sich sehr gut überlegen sollte!

Zwar hat Amazon den Preis für das Galaxy Nexus bereits nach unten angepasst und die ursprünglich 679€ auf 562€ korrigiert, Galaxy S2 als auch HTC Sensation liegen aber spürbar darunter und werden ebenfalls bald Eis lecken dürfen.

Jetzt ist Schluss:

Abschliessend möchte ich mich bei allen Lesern, egal ob hier, Google+, in den Foren, auf YouTube oder von wo auch immer ihr zu diesem Artikel gefunden habt, bedanken. Ihr habt durch euer Feedback, eure Fragen und Wünsche den Artikel getragen und entstehen lassen. Es hat einen riesen Spass und Lust auf mehr gemacht. Gerade in Hinsicht Hangouts wird es wohl bald einiges mehr geben, sicherlich aber mit Livestream, denn 10er Hangouts sind einfach zu klein, wie wir merken mussten. 😉

Das musste einfach mal gesagt werden!

 

Ben Peter

Blogger, Hobbyfotograf, Early Adopter, Technikmessi, beruflich als IT-Security Consultant unterwegs, sowie seit vielen Jahren Linux Nutzer.

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